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Cim. 84 (= 8° Cod. ms. 432)
Flandrisches Horarium.
Entstehungsort: Flandern (vermutlich Brügge)
Entstehungszeit: um 1460
Provenienz: Die in einer sorgfältigen italienischen oder spanischen Rotunda in grau-brauner Tinte von einer Hand verfaßte Pergamenthandschrift mit 13 Miniaturen zeigt im Buchschmuck alle Merkmale der Werkstatt Willem Vrelants um 1460 bis 1470 in Brügge. Das spätmittelalterliche Stundenbuch stammt aus der Sammlung Orban. Der Jesuit Ferdinand Orban (1657-1732) baute mit finanzieller Unterstützung des bayerischen Kurfürsten ein Raritätenkabinett auf, wofür in Ingolstadt ein besonderes Ausstellungsgebäude, der „Orbansche Saal“, eigens errichtet wurde. Die gesamte Sammlung übernahm nach der Auflösung des Jesuitenordens 1773 die Universität, die sie noch in Landshuter Zeit als geschlossene Sammlung aufbewahrte, später jedoch auf einzelne Universitätssammlungen verteilte.
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