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Dohrn, Daniel (2011): McDowell und das Regelfolgenproblem. XXII. Deutscher Kongress für Philosophie, 11. - 15. Sptember 2011, München.
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Abstract

John McDowell hat eine einflussreiche Interpretation von Wittgensteins Überlegungen zum Regelfolgen vorgelegt. Wenn Regeln einer Interpretation bedürfen, bricht die Unterscheidung von richtigen und falschen Anwendungen zusammen, denn jede Anwendung lässt sich durch eine geeignete Interpretation mit der Regel in Einklang bringen, es sei denn, man akzeptiert einen metaphysisch unattraktiven Platonismus. Wenn Regeln naturalistisch durch bloße Verhaltensregularitäten rekonstruiert werden, geht der normative Begriff der Richtigkeit verloren. Nach McDowells Überzeugung kann nur die Auffassung, Regeln würden von einer Praxis getragen, die einem direkten Zugang zu ihnen ermöglicht, dieses Problem lösen. Es soll untersucht werden, ob er damit Wittgenstein gerecht wird, und inwieweit er eine haltbare Position bietet.