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Panknin-Schappert, Helke (2011): Die Welt der Gründe Hiob und die Theodizee: Warum gibt es Leid auf Erden? Aspekte einer handlungs- und produktionsorientierten Unterrichtsreihe auf der gymnasialen Sekundarstufe II. XXII. Deutscher Kongress für Philosophie, 11. - 15. September 2011, Ludwig-Maximilians-Universität München.
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Abstract

Das Buch Hiob ist eine einzigartige theologische und philosophische Reflexion auf die Frage nach Gerechtigkeit und die Begründung von Leid. Im Unglück Hiobs verdichten sich überzeitliche, allgemeinmenschliche Erfahrungen der Gottessuche und der Möglichkeit von Sinngebung angesichts von Schicksalsschlägen, die sich dem Gerechtigkeitsempfinden und dem Verstehensanspruch widersetzen. Das Buch Hiob beantwortet und problematisiert die Theodizee, die Frage nach der Rechtfertigung Gottes in Anbetracht des menschlichen Leids, mit konkurrierenden Begründungskonzepten. Der Vortrag zeigt, wie die philosophische und theologische Substanz des Textes an ausgewählten Textstellen im Schulunterricht erarbeitet werden kann. Dazu wird ein Konzept vorgestellt, das die philosophischen Methoden nach Martens und Rohbeck mit den Verfahren der sogenannten Handlungs- und Produktionsorientierung kombiniert. In ganzheitlicher Ausrichtung eröffnen sie nicht nur kognitive, sondern auch affektive, soziale und motorische Lernwege. Mit ihrer Hilfe werden, wie die Ausführungen darlegen, den Lernenden Sinn- und Identitätsangebote ermöglicht, die Muster zur Krisenbewältigung bieten und verdeutlichen, dass die Erfahrung von vermeintlich unbegründetem Leid aufs Engste mit dem Leben zusammenhängt