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Mandl, Heinz and Gruber, Hans and Renkl, Alexander (May 1993): Lernen im Physikunterricht Brückenschlag zwischen wissenschaftlicher Theorie und menschlichen Erfahrungen? (Research report No. 19). LMU Munich: Chair of Education and Educational Psychology, Internet, ISSN 1614-6336
Full text not available from 'Open Access LMU'.

Abstract

Students' everyday experiences of physical phenomena should not be ignored in instruction. In physics instruction which is only concerned with acquisition of facts students often retain misconceptions. Furthermore, entrenched beliefs prove to be fairly resistant against such instruction. The resulting knowledge often is compartmentalized. Students fail to apply such knowledge, because they rely on their everyday experiences instead on theoretical knowledge, if experience and theory do not match. Therefore, an important goal of physics instruction should be to reconcile scientific theory and everyday experience. Learning has to be considered as reorganization of pre-existing concepts based on physics theory. Recent instructional theories propose to design learning environments which allow the students to handle authentic problem situations in an active manner. Presenting physics from multiple perspectives promotes flexible knowledge application. A means to foster reflective problem-solving processes is the use of cooperative learning settings.

Abstract

Alltagsvorstellungen von SchülerInnen über physikalische Phänomene können im Unterricht nicht ignoriert werden. Zielt der Physikunterricht lediglich auf die Aneignung physikalischer Konzepte ab, bleiben Fehlkonzepte und verwurzelte Überzeugungen trotz des Unterrichts bestehen. Dies führt zu einer Kompartmentalisierung des Wissens, das dann nicht anwendbar ist, weil Theorie und Erfahrungen nicht in Einklang gebracht werden und die SchülerInnen bei der Auseinandersetzung mit physikalischen Problemen mehr auf Alltagsvorstellungen als auf wissenschaftliche Theorien zurückgreifen. Ziel physikalischen Unterrichts muß daher ein Brückenschlag zwischen wissenschaftlichen Theorien und Alltagserfahrungen sein, der dann erreicht werden kann, wenn Lernen als Reorganisation bestehender Konzepte auf der Basis wissenschaftlicher Theorien stattfindet. In konstruktivistischen Ansätzen wird daher die Gestaltung von Lernumgebungen gefordert, die es dem Lernenden ermöglichen, sich aktiv mit authentischen Problemsituationen auseinanderzusetzen. Die Darstellung des Gegenstandsbereiches aus multiplen Perspektiven sowie die Reflexion über die Domäne, die z.B. durch Kooperation gefördert werden kann, ermöglichen eine flexible Anwendung des erworbenen Wissens.