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Riedel, Margit (2008): "Bücher aus dem Feuer ...". Didaktische Überlegungungen zum 75. Jahrestag der Bücherverbrennung. In: bwp@ Spezial, No. 4
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Abstract

Die Generation, die als Zeitzeugen Auskunft geben könnte über die historische Bücherverbrennung im Mai 1933, existiert nicht mehr, und so wird es immer wichtiger, das kulturelle Gedächtnis diesbezüglich wach zu halten. Dies ist um so bedeutsamer für den medial orientierten Deutsch- bzw. Projektunterricht, da das Internet alle möglichen - und unmöglichen - Ansichten zugänglich macht. Natürlich werden besonders häufig ideologisch vorbelastete Themen verfälschend behandelt oder die entsprechenden Begriffe in „Open- Source-Lexika“ attackiert (s. auch Beobachtungskandidaten bei WIKIPEDIA!). Auch und gerade SchülerInnen an beruflichen Schulen sollten sensibilisiert werden für die Texte und Wertvorstellungen, die unter Hitler vernichtet wurden, und sie sollten reflektieren über diejenigen, denen die beruflich Grundlage von heute auf morgen entzogen wurde. Dabei stellen sich eine Reihe von didaktisch-methodischen Fragen vorab: Wie lässt sich ein derartiger Jahrestag begehen? Ist es für die heutige Generation von Jugendlichen sinnvoller, die (uns) schon bekannten Autoren wie Erich Kästner und Erich Maria Remarque kennenzulernen oder sollte man eher auf unbekannte Autoren und Autorinnen eingehen? Kann man den heutigen Schülergewohnheiten überhaupt noch mit traditionellem Literaturunterricht begegnen oder lässt sich ein solches Projekt nur mittels selbstorganisierter Arbeit (u.a. im Internet) durchführen? Sodann werden einige schon erprobte Materialien („Bücher aus dem Feuer“, „Exilclub“, die Truffaut-Verfilmung von Fahrenheit 451 , Projekttage an Schulen, Kreuzworträtsel, Internetrallyes usw.) vorgestellt.