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Curci-Marino, Loredana and Spörrle, Matthias and Försterling, Friedrich (2004): Ist Personenwahrnehmung im Attributionsgeschehen abhängig vom Ort der Erhebung? 44. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, 26.-30. September 2004, Göttingen.
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Abstract

Als zentraler Befund der ersten Untersuchung der einflussreichen Arbeit von Heider und Simmel [Am. J. Psychol., 57, 243-59 (1944)] zeigte sich, dass bewegte geometrische Objekte ganz überwiegend als Lebewesen wahrgenommen werden und diese wiederum meist als Personen. Da die Originaluntersuchung, die am Smith College für Psychologie durchgeführt wurde, nur Frauen miteinbezog und die Ergebnisse keine genauen Angaben zur Häufigkeit personaler Kausalität beinhalten, werden zwei Replikationen durchgeführt, um die Befunde auf eine breiter generalisierbare Basis zu stellen. In Studie eins wird die Untersuchung unter Verwendung des Originalversuchsmaterials an einer technischen Hochschule an Nichtpsychologen durchgeführt. Es zeigt sich auch bei konservativer Analyse, dass geschlechtsunabhängig weniger als 35 % der Teilnehmenden die Objekte als Lebewesen beschreiben. Von denjenigen, die die Objekte als beseelt wahrnehmen, werden diese in 80 % der Fälle als Menschen bezeichnet. Um eine mögliche Erklärung dieser deutlichen Abweichungen von den Originalbefunden zu finden, wird Studie zwei in Entsprechung zur Originalarbeit an einem Institut für Psychologie ausschließlich an Psychologiestudierenden durchgeführt. Jedoch zeigen sich auch hier identische Befunde. Somit konnten in zwei Replikationen zentrale Befunde der klassischen Arbeit nicht repliziert werden. Die Verwendung einer selektiven Stichprobe in unterschiedlichen Umgebungen erklärt nicht die klassischen Resultate.