Logo
DeutschClear Cookie - decide language by browser settings
Stark, Robin (January 2000): Instruktionale Effekte beim Lernen mit unvollständigen Lösungsbeispielen. (Research report No. 117). LMU Munich: Chair of Education and Educational Psychology, Internet, ISSN 1614-6336
Full text not available from 'Open Access LMU'.

Abstract

Example-based learning environments have proved effective in various domains, for example in probability calculation. However, as worked-out examples provide comfortable models of action, they invite a lot of learners to process the presented example information in a suboptimal way. Therefore in the present study incomplete examples which had to be completed by the learners were employed. In order to investigate the effectiveness of this instructional "strategy of activating learning processes", 36 students of pedagogics had to study basic prin-ciples of probability calculation. The experimental group (n=18) had to learn with incom-plete examples, the control group (n=18) had to study complete examples. By presenting incomplete examples, the quality of example elaboration could be highly increased. This resulted in positive learning outcomes: In tasks with different transfer distances the experimental group outperformed the control group. The use of incomplete examples definitely payed off. This learning method can be recommended for other domains as well, in which learners have to acquire cognitive skills including the underlying domain-specific principles.

Abstract

Beispielbasiertes Lernen hat sich bereits in vielen Bereichen bewährt, z. B. in der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Da ausgearbeitete Lösungsbeispiele bequeme Handlungsanweisungen darstellen, laden sie jedoch viele Lernende zu einer wenig lernwirksamen Verarbeitung der präsentierten Beispielinformation ein. Deshalb wurden in der vorliegenden Studie unvollständige Lösungsbeispiele eingesetzt, die die Lernenden selbständig zu ergänzen hatten. Um die Effektivität dieser instruktionalen "Aktivierungsstrategie" zu überprüfen, hatten sich 36 Studierende der Pädagogik anhand von Lösungsbeispielen mit basalen Prinzipien der Wahrscheinlichkeitsrechnung auseinanderzusetzen. Die Experimentalgruppe (n=18) hatten mit unvollständigen, die Kontrollgruppe (n=18) mit vollständigen Lösungsbeispielen zu lernen. Durch Vorgabe unvollständiger Beispiele konnte die Qualität der Beispielbearbeitung deutlich verbessert werden, was sich positiv auf den Lernerfolg auswirkte: die Experimentalgruppe schnitt bei Aufgaben mit unterschiedlichen Transferdistanzen signifikant und substantiell besser ab als die Kontrollgruppe. Der Einsatz unvollständiger Lösungsbeispiele hat sich eindeutig ausgezahlt. Die Lernmethode kann auch für andere Inhaltsgebiete, in denen es primär um die Vermittlung kognitiver Fertigkeiten einschließlich zugrundeliegender domänenspezifischer Prinzipien geht, empfohlen werden.