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Kalus, Stefanie and Spörrle, Matthias and Försterling, Friedrich (2003): Frageformateffekte bei der Beantwortung von Fragebögen: Der Einfluss des gegebenen Zeitrahmens bei offenen Häufigkeitsfragen auf das Antwortverhalten. 45. Tagung experimentell arbeitender Psychologen, 24.-26.3.2003, Kiel.
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Abstract

Empirical research confirms that respondents asked to report behavioral frequencies use formal features of the question format to form their answer: E.g. assessing frequency reports by means of scales is influenced by a tendency towards the middle range of the scale. Therefore literature about questionnaire design recommends the use of open response question formats where the respondent gives a number. At this the question includes a special temporal interval, the answer should be given for. In this study the possible influence of this specified interval is examined. A college sample reported behavioral frequencies of different fields of activities. The temporal interval was manipulated between-subjects (week, month, quarter, semester). A systematic bias could be detected for all items: The shorter the temporal interval the higher the behavioral frequencies reported by the respondents. Recommendations regarding questionnaire design are discussed.

Abstract

Empirische Befunde belegen, dass bei der Erfassung von Verhaltenshäufigkeiten durch Verhaltenshäufigkeiten das Frageformat starke Auswirkungen auf das Antwortverhalten hat: Eine Erfassung mittels Antwortskalen führt beispielsweise aufgrund der Tendenz zur Mitte zu verzerrten Antworten. Die Literatur zum Fragebogendesign empfiehlt daher ein offenes Frageformat, bei dem der Respondent frei eine Zahl angeben kann. Die Frage enthält dabei ein bestimmtes Zeitintervall, für das die Antwort gegeben werden soll. In der vorliegenden Studie wird überprüft, ob dieses Intervall ebenfalls Auswirkung auf die berichtete Verhaltenshäufigkeit hat. Eine studentische Stichprobe berichtete im offenen Frageformat über Verhaltenshäufigkeiten hinsichtlich ihrer sozialen Aktivitäten, der Nutzung universitärer Angebote und ihres Studienalltags. Between-subjects wurden die identischen Fragen mittels unterschiedlicher Zeitintervalle (Woche, Monat, Quartal, Semester) erfasst. Es zeigte sich für alle Items ein konsistenter und systematischer Bias in der Form, dass bei kürzerem Zeitintervall signifikant höhere Verhaltenshäufigkeiten berichtet werden. Empfehlungen zur Erfassung von Verhaltenshäufigkeiten werden abgeleitet.