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Schwerdtfeger, Andreas and Eberhardt, Ragna and Chmitorz, Andrea (2008): Gibt es einen Zusammenhang zwischen Bewegungsaktivität und psychischem Befinden im Alltag? Eine Methodenillustration zum ambulanten Monitoring in der Gesundheitspsychologie. In: Zeitschrift für Gesundheitspsychologie, Vol. 16, No. 1: pp. 2-11
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Abstract

Mit diesem Beitrag wollen wir illustrieren, wie mit Hilfe der Technik des ambulanten Monitoring gesundheitspsychologische Fragestellungen im Alltag untersucht werden können. Dazu wurde der Zusammenhang von körperlicher Aktivität und Wohlbefinden im Alltag analysiert. Mit Hilfe von Beschleunigungssensoren wurden Bewegungsdaten über einen Zeitraum von 12 Stunden an 124 Probanden zwischen 18 und 73 Jahren aufgezeichnet. Energetische Aktiviertheit/positiver Affekt (EA/PA) und Anspannung/negativer Affekt (WA/NA) wurden etwa stündlich mittels Pocketcomputer erfasst. Die Daten wurden mit Mehrebenenmodellen ausgewertet. Bewegungsepisoden, die vor der Befindensabfrage auftraten, waren positiv mit EA/PA assoziiert. Zusammenhänge mit WA/NA konnten hingegen nicht beobachtet werden. Weiterhin waren BMI und EA/PA negativ miteinander assoziiert, wobei dieser Zusammenhang vor allem auf die Männer zurückzuführen war. Weiterhin zeigte sich, dass mit zunehmendem BMI der Zusammenhang zwischen Bewegung und EA/PA anstieg. Die Ergebnisse zeigen, dass die Untersuchung gesundheitspsychologischer Fragestellungen im Feld viel versprechend ist und die Befunde bisheriger Untersuchungen erweitern.

Abstract

This study aimed to examine if a correlation exists between physical activity and mood in daily life using ambulatory monitoring technology. 124 individuals (64 females, age range 18-73 years) participated. Physical activity was recorded throughout one day (12 hours) via accelerometers and mood (energetic arousal/positive affect and tension arousal/negative affect) was assessed about every hour using handheld (palm) computers. Mixed model analyses revealed that energetic arousal/positive affect was significantly positively associated with preceding physical activity episodes. Moreover, BMI was negatively associated with energetic arousal/positive affect and this effect was especially pronounced in males. Further analyses showed that with increasing BMI the relation between physical activity and energetic arousal/positive affect grew stronger. Contrary to energetic arousal/positive affect tension arousal/negative affect was unrelated to physical activity. The results suggest that daily physical activity episodes seem to modulate mood aspects and that ambulatory monitoring technology is a useful tool for examining these associations.