Abstract
Wie gehen Gesellschaften mit Bedrohungen um, die sich direkter Wahrnehmung entziehen? Ob unsichtbare Gase, radioaktive Strahlung, schleichende Epidemien oder Intrigen – sogenannte ‚stille Gefahren‘ zeichnen sich durch ein Missverhältnis zwischen einer Gefahr und unserer Fähigkeit aus, diese wahrzunehmen. Der Band untersucht, wie die Literatur von der Aufklärung bis zur Gegenwart derartig latente Bedrohungen ansichtig macht. Anhand von Texten Friedrich Schillers, Heinrich Heines, Walter Benjamins, Dora Sophie Kellners und Christa Wolfs zeigen die Beiträge, wie ästhetische Verfahren die Grenzen des Wahrnehmbaren verschieben und gesellschaftliche Wachsamkeit reflektieren. Damit bieten die versammelten Beiträge neue Perspektiven auf das Verhältnis von Wissen, Macht und literarischer Form.
| Item Type: | Monograph |
|---|---|
| Faculties: | Special Research Fields > Special Research Field 1369: Cultures of Vigilance > Kleine Reihe des Sonderforschungsbereichs 1369 'Vigilanzkulturen' |
| Subjects: | 800 Literature > 830 German and related literatures |
| URN: | urn:nbn:de:bvb:19-epub-135085-6 |
| ISBN: | 978–3–98859–180–7 |
| Place of Publication: | Hannover |
| Language: | German |
| Item ID: | 135085 |
| Date Deposited: | 10. Jul 2026 09:52 |
| Last Modified: | 15. Jul 2026 11:08 |
| DFG: | Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - 394775490 |
