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Saxer, Martin (2014): Die Peripherie des Ethnologie. Austausch und Rückzug am Rand des Nationalstaats. Studien aus dem Münchner Institut für Ethnologie – Working papers in social and cultural anthropology; Bd. 7. München
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Abstract

Die Peripherie spielt in der Geschichte ethnologischen Denkens eine zentrale, aber auch ambivalente Rolle. In den letzten Jahrzehnten haben Subdisziplinen wie Stadtethnologie oder STS, sowie thematisch fokussierte Studien zu Migration, Konflikt, Entwicklung, etc. der klassischen ethnographischen Forschung den Rang abgelaufen. Das Tal am Ende der Welt ist in der Disziplin nur noch am marginal relevant. Ausgehend von meinem Forschungsprojekt "Neighbouring China" (www.neighbouringchina.net), das den Einfluss China's auf seine unmittelbaren Nachbarn zum Thema hat, rückt dieses Working Paper die Peripherie zurück ins Zentrum ethnologischer Reflexion. Um die dynamischen, globalen Prozesse von Austausch und Rückzug am Rande des Nationalstaats neu zu beleuchten, werden drei Ideen zur Diskussion gestellt, die in den letzten beiden Jahren aus meiner Forschung im Himalaya und Pamir hervorgegangen sind: das Kosmopolitische am Rande, Pathways und das Schattenleben von Entwicklung.