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Sökefeld, Martin (2002): Alevi Dedes in the German Diaspora. The Transformation of a Religious Institution. In: Zeitschrift für Ethnologie, Vol. 127: S. 163-186
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Abstract

Im Rahmen von Diasporastudien diskutiert dieser Artikel die sich wandelnde Stellung von dedes, der religiösen Spezialisten des Alevitentums. Das Alevitentum entstand als eine heterodoxe Tradition in der Türkei. In der Folge von Arbeitsmigration entwickelte sich eine alevitische Diaspora in Deutschland. Der Text zeigt auf, wie als Konsequenz einer neuen alevitischen Identitätspolitik, die in den nationalen Kontexten sowohl der Türkei als auch Deutschlands entstand, dedes als die zentrale Institution des Alevitentums von Freiwilligenorganisationen verdrängt wurden, und untersucht die daraus folgenden Autoritätskonflikte. Die Stellung und Praktiken der dedes in Deutschland wird durch biographische Skizzen von drei dedes illustriert. Der Artikel endet mit dem Schluss, dass Diaspora-Kultur nicht losgelöst von den nationalen Kontexten betrachtet werden kann, in denen sie situiert ist.

Abstract

Within the frame of diaspora studies this text discusses the changing position of dedes, the religious specialists of Alevism. Alevism originated as a heterodox religious tradition in Turkey but in consequence of labour migration an Alevi diaspora emerged in Germany. The paper shows that as a consequence of a new Alevi politics of identity emerging in national contexts in both Turkey and Germany dedes became replaced by voluntary associations as the central institution of Alevism and analyzes the ensuing contradictions of authority. The position and practice of dedes in the German diaspora is illustrated by three short biographical sketches of dedes. It is concluded that the study of diasporic culture cannot be analyzed in isolation from the national contexts whithin which it is situated.