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Schuh, Angela and Baranek, G. and Entleutner, V. and Senn, E. (1993): Unterschiede im Leistungsverhalten von Gesunden zwischen Fahrrad- und Laufbandergometrie. In: Physikalische Medizin, Rehabilitationsmedizin, Kurortmedizin, Vol. 3, No. 2: pp. 33-37
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Abstract

Problemstellung: Zur Überprüfung des Ausdauertrainingseffektes während einer Terrainkur ist die Laufbandergometrie der Belastung auf dem Fahrrad vorzuziehen, da hierbei dieselben Muskeln beansprucht werden wie während des Trainings. Allerdings gelingt es wegen der frühzeitigen subjektiven Erschöpfung der Kurpatienten nur selten, Milchsäurewerte oberhalb der aeroben/anaeroben Schwelle zu erzielen. Gegenstand: Die vorliegende Studie mit Gesunden befaßt sich mit den Fragen, warum sich Kurpatienten auf dem Laufband metabolisch betrachtet nicht genügend ausbelasten lassen, und welches die entscheidenden Unterschiede in der Art der Belastung zwischen Laufband- und Fahrradergometer sind. Versuchsplan: 27 gesunde Testpersonen wurden auf dem Fahrrad- und Laufbandergometer submaximal belastet. Die Belastung wurde nach einem standardisierten Verfahren in 0,33 W/kg-Schritten gesteigert. Wichtigste Meßparameter waren Herzfrequenz und Milchsäurespiegel. Ergebnisse: Während der Laufbandergometrie lagen Herzfrequenz und Sauerstoffbedarf des Myokards zum Erreichen der gleichen Wattstufe signifikant höher (1,0 W/kg:p≤0,001; 1,33 W/kg: p≤0,01; 2,0 W/kg: n.s.; Erholung: p≤0,001) als auf dem Fahrrad. Dagegen zeigte sich bei gegebener Herzfrequenz von 130/min und bei derselben höchsten erreichten Wattstufe auf dem Laufband ein um 0,7 mmol/1 bzw. l,0mmol/l signifikant (p≤0,01) niedrigerer Laktatanstieg als auf dem Fahrradergometer. Schlußfolgerung: Die Ergebnisse zeigten somit eine stärkere kardiale Ausschöpfung auf dem Laufbandergometer. Die aeroben/anaerobe Schwelle wird dagegen auf dem Laufband später als auf dem Fahrrad erreicht.