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Pfadenhauer, Lisa M. ORCID logoORCID: https://orcid.org/0000-0001-5038-8072; Sell, Kerstin ORCID logoORCID: https://orcid.org/0000-0003-2481-7237; Voss, Stephan ORCID logoORCID: https://orcid.org/0000-0003-2497-8065 und Rehfuess, Eva A. ORCID logoORCID: https://orcid.org/0000-0002-4318-8846 (2025): Reflexionen zur Implementierung bevölkerungsweiter Maßnahmen zur Verhältnisprävention nichtübertragbarer Erkrankungen. In: Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz, Bd. 68, Nr. 7: S. 787-796

Volltext auf 'Open Access LMU' nicht verfügbar.

Abstract

Zusammenfassung: HINTERGRUND: Angesichts der globalen Krankheitslast durch nichtübertragbare Erkrankungen (Non-Communicable Diseases – NCDs) rücken verhältnispräventive Maßnahmen verstärkt in den Fokus. Entscheidend ist dabei die wirksame Umsetzung solcher Maßnahmen. Dieser Beitrag reflektiert anhand des Frameworks „Context and Implementation of Complex Interventions“ (CICI) beispielhaft die Umsetzung zweier verhältnispräventiver Maßnahmen und diskutiert Herausforderungen bei der Anwendung implementierungswissenschaftlicher Ansätze.

Methodik: In Fall 1 („Collaboration for Evidence-based Healthcare and Public Health in Africa“ – CEBHA+) wurden Maßnahmen zur Prävention von NCDs und Verkehrsunfällen in Subsahara-Afrika untersucht. Im Fall 2 („Präventionskette Freiham“) wurde ein kommunales Netzwerk, das Kindern und Jugendlichen ein gutes, gesundes Aufwachsen und Teilhabe unabhängig vom sozialen Status der Familie ermöglichen soll, in Deutschland evaluiert. Als Datengrundlage dienen projektbezogene Veröffentlichungen, ergänzt durch eine fragebogenbasierte Reflexion der beteiligten Wissenschaftler*innen. Für beide Datenquellen wurden die erhobenen Daten induktiv kodiert und den deduktiven Kategorien des CICI-Frameworks zugeordnet.

Ergebnisse: In beiden Fällen wurden Aspekte des Kontexts und der Implementierung auf multiplen Ebenen erfasst, mit Fokus auf Implementierungsakteur*innen. Während die Präventionskette Freiham eine systematische Prozessevaluation unter explizitem Einsatz implementierungswissenschaftlicher Ansätze verfolgte, wurde dies in CEBHA+ nur implizit berücksichtigt, was die Vergleichbarkeit, Einordnung in die Literatur und umfassende Betrachtung erschwerte.

Diskussion: Implementierungswissenschaftliche Ansätze sollten verstärkt auf Verhältnisprävention ausgerichtet werden, um deren Potenzial vollständig auszuschöpfen.

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