Logo
EnglishCookie löschen - von nun an wird die Spracheinstellung Ihres Browsers verwendet.
Börsch-Supan, Axel H.; Reil-Held, Anette; Rodepeter, Ralf; Schnabel, Reinhold; Winter, Joachim (1999): Ersparnisbildung in Deutschland: Meßkonzepte und Ergebnisse auf Basis der EVS. Sonderforschungsbereich 504, Rationalitätskonzepte, Entscheidungsverhalten und Ökonomische Modellierung / Universität Mannheim, 1999,02
WarnungEs gibt eine neuere Version des Dokumentes.
Volltext auf 'Open Access LMU' nicht verfügbar.

Abstract

Eine der wichtigsten ökonomischen Entscheidungen des Haushaltes, die Aufteilung des verfügbaren Einkommens in Konsum und Ersparnis, wird durch die volkswirtschaftliche Theorie nach wie vor nur unbefriedigend erklärt. So zeigen z.B. viele Untersuchungen mit amerikanischen Daten, daß die Ersparnis „zu wenig“ auf Einkommensschwankungen reagiert, die sie nach der Theorie ausgleichen soll. Der erste Schritt zu einem besseren Verständnis der Ersparnisbildung ist eine adäquate Beschreibung des Sparverhaltens über den Lebenszyklus. Diese deskriptive Aufgabe erweist sich allerdings schon konzeptionell als schwierig. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es zunächst, einen Rahmen für die konsistente Bestimmung von Ersparnis, Vermögen und Einkommen der privaten Haushalte zu entwicklen, der sich auf die Einkommens- und Verbrauchsstichproben (EVS) der Jahre 1978 bis 1993 anwenden läßt. Wir stellen dann die empirische Umsetzung dieser Meßkonzepte vor. Die beiden hier betrachteten Definitionen (Zu- und Abgänge im Vermögen bzw. Einkommen minus Ausgaben) ergeben sehr ähnliche Resultate für die Ersparnisbildung der privaten Haushalte in Deutschland. Wichtigstes Ergebnis ist eine im Mittel positive Sparneigung im Alter. Zwar zeigt sich ein deutlicher Rückgang der Ersparnis, doch bleibt die Geldvermögensbildung positiv.

Alle Versionen dieses Dokumentes