Logo Logo
Help
Contact
Switch Language to German
Rau, S.; Reese, Sven ORCID: 0000-0002-4605-9791; Brühschwein, Andreas; Dorsch, R.; Neuerer, F. (2007): Schilddrüsenwerterhöhungen bei einem Hund infolge eines Dachsbisses - Ein Fallbericht. In: Tierärztliche Praxis / K, Kleintiere, Vol. 35, No. 5: pp. 345-350
Full text not available from 'Open Access LMU'.

Abstract

Objective: Evaluation of elevated thyroid hormones after an inflamed badger bite injury. Discussion of the clinical findings. Material and methods: Clinical case report of an eight-year-old female Dachshund that showed altered results of thyroid parameters following a bite in the neck region. Results: An elevation of thyroxin (T-4) and free thyroxin(fT(4)) concentrations as well as a decrease of cTSH concentration were ound. The possibility of ectopic hormone production as the underlying cause was further evaluated by means of ultrasonography and scintigraphy. The dog had a history of an infected badger bite in the throat region with the resolving wound still being apparent. Ultrasonography demonstrated a less defined margin of the lobus dexter of the thyroid gland. Radionuclide uptake of the thyroid gland showed anormal intensity without evidence of ectopic hormone production. Control of the thyroid hormones 14 days after initial evaluation revealed concentrations in the reference range. Conclusion: The transient elevation of thyroid hormones in this patient was probably caused by athyroiditis or perithyroiditis with possible infection due to the badgerbite. A falsely high concentration of measured thyroid hormones due to autoantibody formation after leakage of T3T4 into the surrounding tissue can not be completely ruled out. Clinical relevance: Results of this report correspond with case studies of non-autoimmune thyroidinflammation described in human medicine. An infectious thyroiditis should be a differential diagnosis for canine hyper thyroidism.

Abstract

Gegenstand und Ziel: Untersuchung einer Schilddrüsenwerterhöhung in Zusammenhang mit einer entzündeten Dachsbissverletzung. Diskussion der klinischen Befunde. Material und Methode: Fallbericht einer acht Jahre alten Dackelhündin, die nach einem Biss in den Hals veränderte Werte der Schilddrüsenparamteraufwies. Ergebnisse: Das Tier zeigte erhöhte Werte an Thyroxin (T4) und freiem Thyroxin (fT4) sowie eine erniedrigte cTSH-Konzentration, die mittels Sonographie und Szintigraphie hinsichtlich des hormonproduzierenden Gewebes abgeklärt wurden. Vorberichtlich war ein noch sichtbarer Dachsbiss mit Abszedierungim Kehlbereich bekannt. Sonographisch fiel eine schlechte Abgrenzbarkeit des Lobus dexter der Schilddrüse zum umgebenden Gewebe auf. Die Szintigraphie ließ eine normale Anreicherung im Bereich der Schilddrüse ohne versprengtes aktives Gewebe erkennen. Bei einer Kontrolle der Schilddrüsenwerte 14 Tage nach der ersten Untersuchung lagen diese wieder im Referenzbereich. Schlussfolgerungen: Die transient erhöhten Werte der Schilddrüsenhormone wurden bei diesem Patienten sehr wahrscheinlich durch eine möglicherweise infektionsbedingte Thyreoiditis oder Perithyreoididtis infolge eines Dachsbisses hervorgerufen. Die Möglichkeit, dass durch Bildung von Thyroxin-Autoantikörpern nach verletzungsbedingtem Austritt von T3/T4 in das umliegende Gewebe falsch hohe Schilddrüsenhormonkonzentrationen gemessen wurden, lässt sich nicht komplett ausschließen. Klinische Relevanz: Die Ergebnisse der Untersuchungen decken sich mit den Befunden humanmedizinischer Fallberichte über nicht autoimmunbedingte Schilddrüsenentzündungen. Differenzialdiagnostisch sollte bei erhöhten Schilddrüsenhormonwerten des Hundes auch an eine Entzündung der Thyreoidea gedacht werden.