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Bläske, Alexandra; Hofmann, Nicola; Schwarzer, Angela; Ebner, Magdalena V.; Reese, Sven ORCID: 0000-0002-4605-9791; Bergmann, Shana; Erhard, Michael; Wöhr, Anna-Caroline (18. May 2018): Animal welfare aspects in the trade of (exotic) mammals on German animal fairs and pet markets. In: Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift
Full text not available from 'Open Access LMU'.

Abstract

Several hundred animal fairs and pet markets annually take place in Germany . As part of the EXOPET-I-Study, we visited 17 animal fairs in 2016 to gain insight into the traded (exotic) mammal species. Furthermore, we assessed whether the accommodation of the mammals was compliant with the ‘Guidelines for Animal Fairs under Animal Welfare Aspects’ (Guidelines for Animal Fairs) issued by the Federal Ministry of Consumer Protection, Food and Agriculture in 2006. At the visited fairs, 25 mammal species were offered for sale. Among them were rarely kept (exotic) mammals such as forest African dormouse (Graphiurus murinus) or grey shorttailed opossum (Monodelphis domestica). At all fairs, we found animal welfare problems concerning feed and water supply, sufficiently sized cages, adequate litter, and retreat possibility. At only one animal fair, water was freely available for each animal in all cages. Adequate feed was missing in over 20 % of the cages at nine animal fairs. At 11 animal fairs, the required cage size did not comply with the Guidelines for Animal Fairs in over 60 % of the cages. Sturdy retreat possibilities were missing in over 60 % of the cages at 16 animal fairs. The Guidelines for Animal Fairs should be implemented more stringently at animal fairs to guarantee standardized procedures throughout Germany and improve animal welfare. A main objective here is to improve on-site quality control by competent authorities and by experts (e.g. specialized veterinarians) from veterinary inspection offices assisting the authorities during on-site welfare inspections.

Abstract

Tierschutzaspekte beim Handel mit (exotischen) Säugetieren auf deutschen Tiermärkten/-börsen In Deutschland finden pro Jahr mehrere hundert Tierbörsen/-märkte statt. Im Jahr 2016 wurden im Rahmen der EXOPET-I-Studie 17 Veranstaltungen besucht, um einen Einblick in die dort gehandelten (exotischen) Säugetierarten zu erhalten. Zudem wurde die tierschutzkonforme Unterbringung der Säugetiere in Anlehnung an die Leitlinien zur Ausrichtung von Tierbörsen unter Tierschutzgesichtspunkten (Börsenleitlinien) des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) von 2006 beurteilt. Auf den besuchten Veranstaltungen standen 25 Säugetierarten zum Verkauf; unter ihnen fanden sich auch selten gehaltene (exotische) Säugetiere, wie Afrikanische Waldbilche (Afrikanische Zwergschläfer, Graphiurus murinus) oder Hausspitzmaus-Beutelratten (Graue Kurzschwanz-Opossums, Monodelphis domestica). Auf allen Veranstaltungen fielen im Bereich Versorgung der Tiere mit Wasser und Futter sowie der Unterbringung der Tiere in ausreichend großen und eingestreuten Verkaufskäfigen mit Rückzugsmöglichkeiten tierschutzrelevante Mängel auf. Auf nur einer besuchten Veranstaltung stand den Tieren in allen Käfigen Wasser zur freien Verfügung. Auf neun Tierbörsen hatten die Tiere in über 20 % der Käfige kein geeignetes Futter. Die in den Börsenleitlinien geforderten Mindestmaße für die einzelnen Tierarten wurden auf elf Tierbörsen bei über 60 % der Käfige nicht erfüllt. Stabile Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere fehlten auf 16 Tierbörsen in über 60 % der Käfige. Um deutschlandweit einen möglichst einheitlichen Ablauf von Tierbörsen zu garantieren und den Tierschutz zu verbessern, müssen die Vorgaben der Börsenleitlinien des BMELV (2006) konsequenter auf den Veranstaltungen umgesetzt werden. Zielführend ist hierfür eine Verbesserung der Kontrollen des Veranstalters vor Ort durch die zuständigen Behörden sowie durch von den Veterinärämtern beauftragte Experten (z. B. spezialisierte Tierärzte), welche die Behörden bei den Vor-Ort-Kontrollen unterstützen.