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Gleich, Johannes; Fürmetz, Julian; Kamla, C.; Pedersen, V.; Böcker, Wolfgang und Keppler, A. M. (2020): Gluteales Kompartmentsyndrom nach Liegetrauma bei Opiatabusus. In: Unfallchirurg, Bd. 123: S. 496-500 [PDF, 900kB]

Abstract

Es wird von einem 42-jährigen Patienten berichtet, der sich bei einem opiatinduzierten Liegetrauma ein gluteales Kompartmentsyndrom mit Affektion des N. ischiadicus und nachfolgender Rhabdomyolyse zugezogen hat. Im Gegensatz zum Kompartmentsyndrom des Unterarms oder des Unterschenkels stellt dieses eine Rarität dar. Nach notfallmäßiger Kompartmentspaltung und Anlage eines Vakuumsystems zum vorübergehenden Wundverschluss konnte mittels forcierter Diurese eine Hämofiltration bei akutem Nierenversagen vermieden werden. Die Sensomotorik der unteren Extremität besserte sich bereits nach der initialen Versorgung; nach einer Woche konnte der sekundäre Wundverschluss durchgeführt werden, elf Tage nach Aufnahme konnte der Patient mit intakter Sensomotorik und normwertigen Retentionsparametern entlassen werden.

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