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Thomann, Marius (2011): Dialetheismus, semantische Geschlossenheit und Konditionale. XXII. Deutscher Kongress für Philosophie, 11. - 15. September 2011, Ludwig-Maximilians-Universität München.
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Abstract

Ein Einwand gegen die Formulierung einer semantisch geschlossenen Sprache vor dem Hintergrund des sogenannten Dialetheismus zielt darauf ab, mittels eines verstärkten Lügnersatzes die Trivialität der Sprache nachzuweisen. Im vorliegenden Aufsatz wird eine entlang dieser Strategie vorgebrachte Kritik diskutiert. Im Zuge dieser Diskussion lassen sich Einschränkungen entwickeln, die das Konditional erfüllen muss, wenn die Sprache (i) den Grundannahmen des Dialetheismus genügen, (ii) nicht-trivial und (iii) semantisch geschlossen sein soll. Als Ergebnis zeigt sich, dass Graham Priests Logik LP, die paradigmatische dialetheistische Logik, nicht durch den hier diskutierten Einwand gefährdet ist.

Abstract

One argument against the characterisation of a semantically closed language in the framework of dialetheism aims at establishing the triviality of such a language by means of a so-called strengthened liar sentence. In this paper, I discuss a critique that adopts this strategy. A set of constraints is developped that the conditional has to meet if the language is to (i) meet the basic semantic assumptions of dialetheism, (ii) be non-trivial, and (iii) be semantically closed. The main result is that Graham Priest's LP, the paradigm dialetheic logic, is not threatened by the critique discussed.