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Liesner, Olivia (24. Juli 2023): Verkörperungen von Glitch. Fiktive Figuren, Alter Egos und Avatare in der Gegenwartskunst. Masterarbeit, Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften, Ludwig-Maximilians-Universität München. [PDF, 1MB]

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Abstract

Die Arbeit ‚Verkörperungen von Glitch: Fiktive Figuren, Alter Egos und Avatare in der Gegenwartskunst‘ behandelt die Frage, wie Glitch in den bildenden Künsten ‘verkörpert’ wird und wie das Prinzip des Glitchs von sich als nicht-binär indentifizierenden, rassifizierten und weiteren marginalisierten Gruppen aufgegriffen wird, um eine Nicht-Identität im Bereich zwischen Online-Welt und ‘realer’ Welt zu kreieren. Neben umfangreicher Besprechung der Terminologien Glitch, Glitch Art und Glitch Feminismus werden potenzielle Verkörperungen von Glitch in der zeitgenössischen Kunst erforscht, insbesondere die Verwendung fiktiver Figuren, Alter Egos und Avatare als künstlerische Strategien der Selbstdarstellung. Anhand der Arbeiten verschiedener selbstgewählter beispielhafter KünstlerInnen wird ergründet, ob und, wenn ja, wie die Glitch-Ästhetik genutzt werden kann, um normative Annahmen über Identität, Verkörperung und Repräsentation zu hinterfragen. Der vorgestellte künstlerische Kanon beschränkt sich im Sinne Legacy Russels Glitch Feminismus: Ein Manifest (2020) bewusst auf queere, Schwarze und weibliche Positionen der Gegenwartskunst: Juliana Huxtable, Kapwani Kiwanga, E. Jane und Jayson Musson, die den Glitch mittels fiktiver Figuren und Alter Egos verkörpern; Lil Miquela, LaTurbo Avedon, American Artist und Sondra Perry, welche anhand der Erschaffung oder Verkörperung von (KI-generierten) Avataren die Grenzen von Online- und Offline-Welt verwischen und diskriminierende Technologien untergraben, und die Glitch-PerformerInnen Sin Wai Kin, Cibelle Cavalli Bastos und boychild, die mit ihrer Arbeit die Bedeutung des Internets als Kabarett und Ort der Gemeinschaftsbildung hervorheben. Abschließend soll festgestellt werden, ob die Verkörperung von Glitch als wirksame Strategie der Untergrabung von Kontrolle über Geschlecht, Rasse und Technologie zu legitimieren ist.

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