ORCID: https://orcid.org/0000-0003-2757-3143
(2015):
Wer kann, der kann. Eine Tautologie im deutsch-slovenischen Sprachkontakt.
In: Graf, Elena; Mendoza, Imke und Sonnenhauser, Barbara (Hrsg.):
Dekonstruktion und Konstruktion zwischen Sprach- und Literaturwissenschaft: Festschrift für Ulrich Schweier zum 60. Geburtstag. Wiener Slawistischer Almanach. Sonderband, Bd. 86. Leipzig ; Wien: Biblion Media. S. 275-292
Abstract
Der vorliegende Beitrag ist dem bairischen wea ko, dea ko ‘wer kann, der kann’ gewidmet, das mit kdor zna, zna eine Entsprechung im Slovenischen aufweist. Warum dies nicht auch in anderen slavischen Sprache der Fall ist, ist eine der Fragen, denen der Beitrag nachgeht. Ausgangspunkt dafür ist das Klären des tautologischen Charakters der Wendung. Dabei erweist sich eine semantische Beschreibung von können und znati als zentral. Die Ähnlichkeit zwischen beiden Verben kann auf den engen Sprachkontakt zwischen dem Deutschen und dem Slovenischen zurückgeführt werden. Ein Blick auf das Englische und Russische zeigt, dass sich das Deutsche und Slovenische in Bezug auf ‘können’ zueinander ähnlicher verhalten, als zu anderen Mitgliedern ihrer Sprachfamilien. So erweist sich wer kann, der kann über die einzelsprachlichen Aspekte hinaus nicht nur für Fragen der Semantik-Pragmatik Schnittstelle interes¬sant, sondern auch in Bezug auf ein mögliches mitteleuropäisches Sprachareal.
Dokumententyp: | Buchbeitrag |
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Fakultät: | Sprach- und Literaturwissenschaften > Department 2 > Slavische Philologie |
Themengebiete: | 400 Sprache > 490 Andere Sprachen |
ISBN: | 978-3-86688-544-8 ; 978-3-86688-545-5 |
Ort: | Leipzig ; Wien |
Sprache: | Deutsch |
Dokumenten ID: | 127073 |
Datum der Veröffentlichung auf Open Access LMU: | 19. Aug. 2025 06:51 |
Letzte Änderungen: | 27. Aug. 2025 12:49 |