Abstract
Verfügt der minderjährige Patient über die zur Entscheidung über die Vor- oder Nichtvornahme einer medizinischen Maßnahme erforderliche Einwilligungsfähigkeit, so wird sein medizinisches Selbstbestimmungsrecht mangels dies rechtfertigender Schutzbedürftigkeit grundsätzlich nicht durch das lediglich fiduziarische Sorgerecht überlagert. Damit ist von seiner Einwilligungskompetenz auszugehen, neben der grundsätzlich kein Raum für eine komplementäre oder gar substituierende Einwilligung seiner Sorgeberechtigen verbleibt. Als bloße Ausgestaltung des Eltern-Kind-Verhältnisses greift dies nicht in Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG ein.
| Item Type: | Journal article |
|---|---|
| Form of publication: | Publisher's Version |
| Keywords: | Patientenautonomie; Einwilligungsfähigkeit; Einwilligungskompetenz; informed consent; allgemeines Persönlichkeitsrecht; medizinisches Selbstbestimmungsrecht; Minderjährige; Grundrechtsmündigkeit; Einwilligung; Alleinentscheidungskompetenz; Co-Konsens; Vetorecht; Sorgerecht; Eltern-Kind-Verhältnis; |
| Faculties: | Law |
| Subjects: | 100 Philosophy and Psychology > 170 Ethics 300 Social sciences > 340 Law 600 Technology > 610 Medicine and health |
| URN: | urn:nbn:de:bvb:19-epub-91283-9 |
| Language: | German |
| Item ID: | 91283 |
| Date Deposited: | 08. Mar 2022 06:37 |
| Last Modified: | 08. Mar 2022 06:38 |

