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Stich, Jennifer and Spörrle, Matthias and Binser, Martin J. and Försterling, Friedrich (2004): Ich schaff das doch sowieso nicht! Proaktivität und Selbstwirksamkeitserwartung im Kontext von irrationalen Kognitionen. 46. Tagung experimentell arbeitender Psychologen, 04.-07.04.2004, Gießen.
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Abstract

In his Rational-Emotive Behavior Therapy, Ellis presents irrational cognitions as a cause of dysfunctional behavior. Defined as irrational is, among other things, the belief that it would be simpler to be successful through passive behaviour rather than through perception of one’s own responsibilities and possibilities and consequently acting on them. This concept of rationality resembles the personality dimensions proactivity and self-efficacy which are analyzed in particular in business psychological contexts. Hence it is assumed, that irrationality is related negatively to proactivity and self-efficacy. To examine these hypotheses two groups of subjects answered clinically validated irrationality scales as well as questions either about proactivity or self-efficacy. Negative correlations between irrationality and both dimensions were found. This connection can be demonstrated in particular for negative self appraisal, a sub-dimension of irrationality. Quasi-experimental comparisons between extreme groups and comparisons with additional items concerning belief of control confirm these interrelationships.

Abstract

In seiner Theorie der Rational-Emotiven-Verhaltenstherapie stellt Ellis irrationale Kognitionen als Ursache dysfunktionaler Verhaltensweisen dar. Als irrational definiert wird unter anderem die Überzeugung, dass es einfacher sei, durch Passivität erfolgreich zu sein als durch Wahrnehmung und Umsetzung eigener Verantwortung und Möglichkeiten. Dieses Rationalitätskonzept ähnelt den insbesondere wirtschaftspsychologisch untersuchten Persönlichkeitsdimensionen Proaktivität und Selbstwirksamkeitserwartung. Daher wird vermutet, dass Irrationalität in negativer Weise mit Proaktivität und Selbstwirksamkeitserwartung zusammenhängt. Zur Überprüfung dieser Hypothese beantworteten zwei Probandengruppen klinisch validierte Irrationalitätsskalen sowie zusätzlich entweder Fragen zur Proaktivität oder zur Selbstwirksamkeitserwartung. Es zeigen sich negative Zusammenhänge zwischen Irrationalität und beiden Dimensionen. Insbesondere für negative Selbstbewertung, eine Subdimension der Irrationalität, kann diese Verbindung aufgezeigt werden. Quasiexperimentelle Extremgruppenvergleiche und Vergleiche mit zusätzlichen Items zu Kontrollerwartungen bestätigen diese Zusammenhänge.