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Renner, Andreas (2016): Globale Ikone des Kalten Kriegs? Der Atompilz und die sowjetische Nuklearkultur. In: Osteuropa, Vol. 6-7: S. 215-236
Volltext auf 'Open Access LMU' nicht verfügbar.

Abstract

Kein Symbol des Kalten Krieges ist bekannter als der Atompilz. Doch in den sowjetischen Medien war er lange Zeit tabu. Das änderte sich erst in den späten 1950er Jahren. In der UdSSR stand die friedliche Nutzung der Atomkraft im Zentrum von Wissenschaft, Politik und Propaganda. Sowjetbürger sollten keine Angst vor der Zukunft oder der Atombombe haben, der Untergang der Welt war im Marxismus nicht vorgesehen. Über die internationale Jugendbewegung gelangte der Atompilz in die Medien der UdSSR; in der sowjetischen Kampagne für einen Teststopp von Nuklearwaffen fand er erstmals Verwendung.