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Kremser, Konrad (2019): Mahanajim als Zufluchtsort Isch-Boschets und Davids. In: Protokolle zur Bibel : PzB, Bd. 28, Nr. 1: S. 1-24 [PDF, 3kB]

Abstract

Mahanajim dient in der Aufstiegserzählung Davids und in der Thronfolgeerzählung Davids als Zufluchtsort und alternative Residenz eines bedrängten Königs. Zunächst ist es der Sohn Sauls, Isch-Boschet, der von seinem Heerführer Abner nach dem Tod Sauls in Mahanajim zum König gemacht wird. Später flieht David vor Abschalom dorthin. Beide Könige überschreiten in einer Krisensituation den Jordan und versuchen, im Ostjordanland Zuflucht zu finden, um von dort aus (wieder) Kontrolle über ganz Israel zu erlangen. Während Isch-Boschet damit scheitert und in Mahanajim ermordet wird, hat David Erfolg und kann siegreich nach Jerusalem zurückkehren. Angesichts der Tatsache, dass in einer wichtigen Traditionslinie des Alten Testaments der Jordan als Grenze des Landes gilt, ist der Rückzug bzw. die Flucht an einen Ort im Ostjordanland erstaunlich und verlangt eine nähere Untersuchung.

Abstract

Mahanaim serves as retreat and alternative residence for a king in trouble in the narrative of David’s rise as well as in the succession narrative. First, it is Saul’s son Ishbosheth, who is made king in Mahanaim by his commander Abner after Saul’s death. Later, David escapes there from Absalom. Both kings cross the Jordan in a crisis situation and try to find refuge on the East Bank, in order to regain control of all of Israel. While Ishbosheth fails and is assassinated in Mahanaim, David succeeds and can return victoriously to Jerusalem. Given that in one important tradition of the Old Testament, the Jordan is the country’s frontier, retreating or fleeing to a place on the East Bank is astounding and requires closer scrutiny.

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