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Roche, Jörg (2022): Von der Transferdifferenz zur Konzeptuellen Kompetenz – Visualisierte Metaphern als Paralleltexte im Modell der Kognitiven Sprachdidaktik. In: Wege der Germanistik in transkultureller Perspektive. Bd. 3. Akten des XIV. Kongresses der Internationalen Vereinigung für Germanistik. Lausanne: Peter Lang Verlag. S. 21-29 [PDF, 3MB]

Abstract

Der Beitrag skizziert die Grundlagen eines mehrstufigen Modells einer Kognitiven Fremdsprachendidaktik, die sich stark an den Prämissen, Prinzipien und Erkenntnissen der Kognitiven Linguistik und der kognitiven Erwerbsforschung orientiert und meist mediale Realisierungen (Animationen) zur Sichtbarmachung der grammatischen Konzepte nutzt. So wird die Grammatik als ein konzeptuell motiviertes System symbolischer Strukturen verstanden, das allgemeine Wahrnehmungsprinzipien widerspiegelt und sich nach konzeptuellen Archetypen aus körperlichen Erfahrungen (Bewegung, Kraft, Raum etc.) organisiert. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die konzeptuelle Struktur der Grammatik im Kontext der Sprachvermittlung auch anhand von solchen konkreten Erfahrungen anschaulich gemacht werden kann. Aufgabe des Lerners ist, die konzeptuellen Differenzen der erworbenen und zu erwerbenden Sprachen, die sich in der Semantik und der Grammatik der Sprachen manifestieren, zu überbrücken. Die Lernaufgabe und die didaktische Herausforderung besteht in der Überbrückung der „Transferdifferenz“. Die Beherrschung einer Sprache zeigt sich folglich vor allem in konzeptueller Kompetenz.

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