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Kloft, Julia (2007): Berufschancen in der Medienkrise. Eine Befragung von Absolventinnen und Absolventen der Kommunikationswissenschaft München (Abschlussjahrgänge 2000 bis 2006). Master of Arts, Institut of Communication Studies
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Abstract

In den Jahren 2001 bis 2004 ist die deutsche Medienbranche von einer veritablen Krise erfasst worden. Diese hatte zum einen konjunkturbedingte Gründe, da die Anzeigenerlöse bei allen Medien, insbesondere aber bei den Tageszeitungen, zurückgingen. Zum anderen war die Krise auch strukturbedingt, vor allem Rubrikanzeigen wanderten ins Internet ab. Schließlich können auch managementbedingte Fehler im Spiel gewesen sein. Die Krise hatte teilweise verheerende Auswirkungen: Budgetkürzungen, Einstellungsstopp, Entlassungen in großer Zahl und Outsourcing trafen vor allem die Arbeitnehmer im Bereich Journalismus. Die Zahl der arbeitslosen Journalisten verzehnfachte sich, freie Journalisten gerieten an den Rand der Existenzfähigkeit. Die Werbebranche verzeichnete ebenfalls einen Anstieg der Arbeitslosen, auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit nahm die Zahl der Stellenangebote ab. Insgesamt waren diese beiden Sektoren aber weniger stark betroffen als der Journalismus. Angesichts des abrupten Umbruchs der jahrzehntelang prosperierenden Medienbranche stellt sich die Frage, inwieweit von der Krise auch Absolventen der Kommunikationswissenschaft (KW) hinsichtlich ihrer beruflichen Chancen betroffen waren, deren Studium auf eine spätere Beschäftigung im Kommunikations- und Mediensektor ausgerichtet ist. Mithilfe einer Befragung der Absolventen, die zwischen den Jahren 2000 und 2006 ihr Hauptstudium am Münchner Institut für Kommunikationswissenschaft (IfKW) beendeten, wurde den eventuellen Auswirkungen der Krise auf den Grund gegangen. Darüber hinaus wurden viele weitere Aspekte wie die retrospektiven Beurteilung des Studiums, der Prozess der Stellensuche oder die Beschäftigungsverhältnisse im ersten und im derzeitigen Beruf untersucht. Im Folgenden werden die zentralen Ergebnisse der Befragung zusammenfassend dargestellt.