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Burlacioiu, Ciprian (2015): "Within three years the East and the West have met each other in the African Orthodox Church". Die Genese einer unabhängigen schwarzen Kirche im transatlantischen Dreieck USA–Südafrika–Ostafrika (1921–1950). Studien zur Aussereuropäischen Christentumsgeschichte (Asien, Afrika, Lateinamerika) /Studies in the History of Christianity in the Non-Western World (Asia, Africa, Latin America); Bd. 27. Wiesbaden: Harrassowitz
Volltext auf 'Open Access LMU' nicht verfügbar.

Abstract

Ende 2015 ist in der Reihe Studien zur außereuropäischen Christentumsgeschichte (Asien, Afrika, Lateinamerika) die Habilitationsschrift von Ciprian Burlacioiu erschienen, die erste monografische Untersuchung der African Orthodox Church als einer transkontinentalen Bewegung. Gegenstand der Untersuchung ist die Genese und Entwicklung einer afrikanisch-unabhängigen Kirche, der African Orthodox Church (AOC), im Zeitraum von 1921 bis ca. 1950. Sie entstand in den 1920er Jahren durch – direkte oder indirekte – Kontakte zwischen afroamerikanischen und afrikanischen Christen in Nordamerika, Südafrika und Ostafrika. Zunächst kamen diese Kontakte durch bloße Zeitungslektüre zustande. Im Unterschied zu anderen schwarzen Kirchen orientierte sich die AOC nicht primär am Modell ‚Äthiopien’, um ihre Unabhängigkeit von den etablierten Missionskirchen zum Ausdruck zu bringen. Stattdessen suchte sie Anschluss an die orthodoxe Kirchengemeinschaft, die ebenfalls nicht im Verdacht der Abhängigkeit vom westlichen Kolonialismus stand. 1934 hatten diese Bemühungen Erfolg, und die in Kenia und Uganda beheimatete AOC wurde 1946 ins griechisch-orthodoxe Patriarchat von Alexandrien aufgenommen. Die Arbeit beschreibt die Gründung einer afrikanischen Kirche im Kontext einer transatlantischen Dreiecksbeziehung. Sie versteht sich als Beitrag zur Außereuropäischen Christentumsgeschichte und untersucht eine wenig bekannte afrikanische Initiative, die bis heute im kirchlichen Leben Ostafrikas eine wichtige Rolle spielt.