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Beck, Verena (7. June 2016): Islamistische Radikalisierung: Ursachen, Präventionsmaßnahmen und die Rolle des Internets am Beispiel der Gruppe Millatu Ibrahim. Bachelor, Faculty of Social Sciences, Ludwig-Maximilians-Universität München.
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Abstract

Diese Arbeit untersucht das Phänomen der islamistischen Radikalisierung am Beispiel der salafistischen Gruppe Millatu Ibrahim. Dabei werden sowohl psychosoziale und gesellschaftliche Faktoren, als auch die Rolle des Internets im Zusammenhang mit dem Radikalisierungsprozess analysiert. Zur Beantwortung der Fragestellung wurden qualitative Experteninterviews mit drei Personen geführt, die in der Beratungs- und Präventionsarbeit radikalisierungsgefährdeter Jugendlicher tätig sind. Aus den Interviews ergab sich, dass von keiner terroristischen bzw. extremistischen Persönlichkeit ausgegangen werden kann. Dennoch wiesen Betroffene bestimmte biografische und psychische Muster auf, die ihre Radikalisierung begünstigten. Das Internet, im besonderen soziale Netzwerke, fungiert dabei als eine Art Katalysator, welcher den Radikalisierungsprozess unter Voraussetzung der psychosozialen Bedingungen stark beeinflusst. Die Internetpropaganda der jeweiligen Gruppierungen bedient sich „jugendgerechter“ Stilistik und nimmt daher einen hohen Stellenwert im Radikalisierungsprozess ein. Dennoch ist eine Selbstradikalisierung im Internet äußerst selten. Der Prozess lässt sich überwiegend als eine Kombination aus persönlichen Kontakten in islamistische Milieus sowie dem Konsum von Propagandamaterial beschreiben. Abschließend wurden anhand der bestehenden Befunde Ansätze zur Radikalisierungsprävention herausgearbeitet.