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Prenzel, Manfred; Mandl, Heinz (März 1992): Transfer of learning from a constructivist perspective. (Forschungsbericht Nr. 6). LMU München: Lehrstuhl für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie, Internet, ISSN 1614-6336
Volltext auf 'Open Access LMU' nicht verfügbar.

Abstract

Some current cognitive and instructional theories labelling themselves as "constructivist" give reason for approaching the problem of transfer of learning from a new perspective. In the constructivist view knowledge is always constructed within a certain context and is accordingly represented in a contextualized manner. This results in knowledge that cannot be flexibly applied to any problem conceivable, but merely to specific contexts. When dealing with the question under which circumstances knowledge is flexibly applicable, constructivists approach a typical problem of transfer without, however, referring systematically to the concept of "transfer". This contribution investigates whether and in how far transfer of learning can be conceptualized in terms of a constructivist perspective and discusses theoretical implications of such a view for reseach on transfer. Here, special emphasis is placed on constructivist conceptual models dealing with contextualized knowledge representation. From the discussion of these concepts it is proposed to map the contextualization of knowledge by relating knowledge to certain ranges of application.

Abstract

Anlaß, das Problem des Lerntransfers neu zu betrachten, geben aktuelle Kognitions- und Instruktionstheorien, die sich als "konstruktivistisch" verstehen. Für die Konstruktivisten wird Wissen immer in einem bestimmten Kontext aufgebaut und entsprechend kontextualisiert repräsentiert. Das Wissen ist deshalb nicht beliebig auf alle möglichen Problemstellungen, sondern nur auf bestimmte Kontexte anwendbar. Mit der Frage nach Bedingungen einer flexiblen Anwendbarkeit von Wissen bearbeiten die konstruktivistischen Ansätze ein typisches Transferproblem, allerdings ohne dabei systematisch den Transferbegriff zu gebrauchen. Der Beitrag untersucht, ob und inwieweit Lerntransfer konstruktivistisch konzipiert werden kann und welche theoretischen Implikationen eine konstruktivistische Auffassung für die Transferforschung hat. Von besonderem Interesse sind hier die konstruktivistischen Modellvorstellungen über kontextualisierte Wissensrepräsentation. Aus der Diskussion dieser Konzepte wird der Vorschlag entwickelt, die Kontextualisierung des Wissens durch eine bestimmte Zuordnung von Anwendungsbereichen abzubilden.