ORCID: https://orcid.org/0000-0001-7365-8514 und Jakob, Katharina
(2017):
Genderassoziationen von Muttersprachlern und DaF-Lernern – grammatik- und/oder kontextbedingt?
In: Osnabrücker Beiträge zur Sprachtheorie, Bd. 90: S. 137-163
[PDF, 310kB]

Abstract
In der öffentlichen Kommunikation vieler Institutionen werden generische Maskulina vermieden, um nicht einseitig Männer zu evozieren. Eine Strategie besteht darin, genusindifferente Partizipialformen im Plural zu verwenden (die Studier-end-en). Interessanterweise führt dies jedoch wieder zur (unbemerkten) Verwendung generischer Maskulina (der Studierende). Der Beitrag zeigt anhand einer kontextsensitiven Assoziationsstudie mit deutschen Muttersprachlern und niederländischen sowie italienischen DaF-Lernern, dass dieses Genus-Framing in neutralen Kontexten in der Tat gleichermaßen Frauen wie Männer evoziert ‒ im Plural (die Studierenden) wie im Singular (der Studierende) ‒ und dies unabhängig von der Erstsprache. In Kontexten, die als männlich bewertet wurden, sind hingegen mehr Männer als Frauen assoziiert worden.
Dokumententyp: | Zeitschriftenartikel |
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Fakultät: | Sprach- und Literaturwissenschaften > Department 1 > Germanistik > Sprachwissenschaft |
Themengebiete: | 400 Sprache > 410 Linguistik
400 Sprache > 430 Deutsch, germanische Sprachen allgemein |
URN: | urn:nbn:de:bvb:19-epub-127880-7 |
ISSN: | 0936-0271 |
Sprache: | Deutsch |
Dokumenten ID: | 127880 |
Datum der Veröffentlichung auf Open Access LMU: | 20. Aug. 2025 14:02 |
Letzte Änderungen: | 20. Aug. 2025 14:02 |