Abstract
Kollektive Orientierungssysteme unter Migrationsbedingungen zu untersuchen, ist ein wichtiges sozialwissenschaftliches Anliegen. Der Begriff der Kultur stellt dabei einen Versuch dar, solche in einer Gruppe geteilten Denkund Handlungsmuster zu konzeptualisieren. Allerdings steht er in der Migrationsforschung auch in der Kritik: Der Begriff sei zu vage, gehe von klar abzutrennenden kulturellen Sphären aus und trage dadurch zu Othering bei. Demgegenüber schlägt dieser Beitrag das Konzept der Lebenswelt als Alternative vor. Es ermöglicht, die Kritik am Kulturbegriff ernst zu nehmen, ohne die Untersuchung kollektiver Orientierungssysteme aufzugeben. Darüber hinaus führt die Verwendung des Begriffs der Lebenswelt zu einer höheren begrifflichen Klarheit und einer klareren theoretischen Verortung in der subjektorientierten Migrationsforschung.
| Dokumententyp: | Zeitschriftenartikel |
|---|---|
| Keywords: | Migration; Lebenswelt; Kultur; Kulturalisierung; subjektorientierte Migrationsforschung; Syrien |
| Fakultät: | Psychologie und Pädagogik > Department Pädagogik und Rehabilitation > Abt. 1: Pädagogik, Bildungs- und Sozialisationsforschung > Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung
Kulturwissenschaften > Department für Kulturwissenschaften und Altertumskunde > Naher und Mittlerer Osten > Arabistik und Islamwissenschaft |
| Themengebiete: | 300 Sozialwissenschaften > 300 Sozialwissenschaft, Soziologie |
| ISSN: | 2747-4631 |
| Sprache: | Deutsch |
| Dokumenten ID: | 130279 |
| Datum der Veröffentlichung auf Open Access LMU: | 20. Jan. 2026 11:31 |
| Letzte Änderungen: | 20. Jan. 2026 11:31 |
