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Hauck-Thum, Uta (2010): Dem Drachen erzählen. Mündliches Erzählen in der Grundschule. Unterrichtsmitschau der LMU München (DVD, 41 Min). München
Full text not available from 'Open Access LMU'.

Abstract

Mündliches Erzählen in der Grundschule Jedes Kind hat etwas zu erzählen, doch nicht nur Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache fehlt es an den notwendigen sprachlichen Mitteln, um Ereignisse und Geschichten klar und verständlich darstellen zu können. Wer gut erzählen möchte, braucht Erfahrung mit Geschichten, mit Erzählmustern und Handlungsabläufen. Da vielen Kindern die Vorerfahrungen mit Geschichten, Liedern und Reimen fehlen oder diese in einer anderen Sprache stattgefunden haben, müssen Lehrerinnen und Lehrer kompensatorische Arbeit leisten und Kinder mit Geschichten "füttern". Leider wird das Potential des mündlichen Erzählens im Unterrichtsalltag oft unterschätzt. Erzählen ist Ausgangspunkt und Ziel Gelingen kann es nur in einer authentischen Erzählsituation. Entsprechend müssen Lehrerinnen und Lehrer individuelle Erzählkompetenz entwickeln und die auf ihre Person hin orientierte Kommunikationsstruktur verändern. Erzählen fördert Fantasie und Kreativität Ein positives Erzählvorbild hilft beim Ausdenken und Vortragen eigener Geschichten. Nur wer Geschichten im Kopf hat, kann sie auch aufschreiben. Über das mündliche Erzählen eröffnet sich Kindern ein motivierender Zugang zu Geschichten und damit zur Literatur. Das Projekt "Dem Drachen erzählen" fand während des Proseminars "Die Bedeutung des mündlichen Erzählens" von Uta Hauck-Thum am Lehrstuhl für die Didaktik der deutschen Sprache und Literatur statt. Beteiligt waren 15 Studentinnen des Lehramts an Grundschulen und die Geschichtenerzählerin Katharina Ritter, die für das Projekt im Vorfeld eine Drachengeschichte konzipierte. Die Kinder einer 3. Grundschulklasse erklärten sich mit ihrer Lehrerin zur Teilnahme bereit. Es handelte sich dabei um eine Übergangsklasse von 20 Kindern aus 15 Nationen, deren Sprachkenntnisse zum Zeitpunkt des Projektbeginns für den Besuch einer Regelgrundschulklasse noch nicht ausreichend waren.