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Hermannsdorfer, Katharina (2011): Ein Bilderbuchprojekt zum Thema Gefühle., A picture- book project about the semantic field: feelings. Eine Interventionsstudie zum Wortschatzlernen im Unterricht., An intervention study for vocabulary work in class. Graduate Thesis, Ludwig-Maximilians-Universität München
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Abstract

Die Arbeit beinhaltet eine Studie, die aus einem erarbeiteten Konzept für Wortschatzarbeit im Unterricht besteht, basierend auf theoretischen Grundlagen der momentanen Forschung. Der Zweck der Studie ist es, herauszufinden, ob Elemente aus gängigen Wortschatztherapien sich dazu eignen, in den Unterricht eingeflochten zu werden und ob sich daraus positive Effekte für die Förderung wortschatzgestörter Schüler ergeben. Lassen sich daraus positive Schlüsse ziehen, könnte eine umfassendere empirische Studie folgen. Zu Grunde liegt der aktuelle Forschungsstand zum Aufbau des mentalen Lexikons, dem Wortschatzerwerb und den Wortschatzstörungen. Auf Basis der Kenntnisse über sprachheilpädagogischen Unterricht und der bekanntesten Wortschatztherapien wird ein Unterrichtsprojekt zum Wortschatz „Gefühle“ entwickelt, das von einer informellen Diagnostik, die speziell für die Studie entworfen wurde, evaluiert wird. Der Zielwortschatz umfasst sieben Gefühle, die als Adjektive, Nomen und Verben erarbeitet werden. Das Rahmenthema ist das Bilderbuch „Ein kleines Krokodil mit ziemlich viel Gefühl“ von KULOT DANIELA (2000). Dieses Bilderbuch beinhaltet den Zielwortschatz und wird in sechs Einheiten, die über zwei Wochen verteilt sind, schrittweise erarbeitet. Die möglichen Probanden aus der Klasse werden mit Hilfe des formellen Verfahrens Wortschatz- und Wortfindungstest für 6- bis 10-Jährige (WWT) von GLÜCK (2007) ermittelt, indem sie als förderbedürftig im semantisch-lexikalischen Bereich eingestuft werden. Die sieben teilnehmenden Probanden werden dann mit dem informellen Verfahren, dem Dino- Test, hinsichtlich ihres Kenntnisstandes im Wortfeld „Gefühle“ geprüft. Anschließend findet das Unterrichtsprojekt statt. Danach wird einmal nach kurzem und einmal nach langem Abstand der Zuwachs des neuen Wortschatzes im Wortfeld „Gefühle“ kontrolliert. Aus den Ergebnissen lässt sich schließen, dass ein Anstieg des Wortschatzes stattgefunden hat. Es zeigten sich kurzfristig eindeutige Verbesserungen. Auf längere Sicht gesehen konnten die Probanden auch diesen neuen Kenntnisstand halten. Dennoch kann dies nicht als empirischer Befund angesehen werden, da erstens einige Störvariablen nicht ausgeschlossen werden konnten und zweitens die Stichprobe nicht repräsentativ genug ist.

Abstract

The work includes a study that consists of a concept developed for vocabulary work in class, based on theoretical foundations of current research. The purpose of this study is to determine whether items from common vocabulary therapies are suited to be integrated into the lessons and whether this will have positive effects on promoting vocabulary for weak students. If it is possible to draw positive conclusions, a more comprehensive empirical study might follow. At the bottom of this work are the current state of research to develop the mental lexicon, vocabulary acquisition and vocabulary problems. Based on the knowledge of speech therapy lessons and of the most popular vocabulary therapies, an educational project about the semantic field "feelings" is developed and will be evaluated by an informal diagnosis, specifically designed for this study. The target vocabulary includes seven emotions that will be acquired as adjectives, nouns and verbs. The general topic is the picture- book "A small crocodile with quite a lot of feeling" ("Ein kleines Krokodil mit ziemlich viel Gefühl")written by KULOT DANIELA (2000). This picture book contains the target vocabulary and it is gradually developed in six units, which are spread over two weeks. The possible subject group of the class is determined by a formal procedure, the vocabulary and word-finding test for 6 - to 10-year-old ("Wortschatz- und Wortfindungstest für 6- bis 10 Jährige" or "WWT") developed by GLÜCK (2007) by being classified as pupils with special educational needs in the semantic-lexical range. The seven participating subjects are then tested with the informal procedure of the Dino-test, in terms of their level of knowledge in the semantic field "feelings". Afterwards the teaching project follows. Subsequently, after a short time and after a long interval, the growth of new vocabulary in the semantic field "feelings" is checked. From the results it can be deduced that an increase of the vocabulary has taken place. It revealed obvious short term improvements. In the long run, the observation group was able to keep this new knowledge. Yet this cannot be taken as an empirical discovery, firstly because some disruptive factors could not be excluded, and secondly, this sample is not representative enough.